Dienstag, 5. März 2013

Buon giorno Bolzano

Viva Italia! Seit November 2012 versuchten ich und mein Mitflieger einen Termin auszumachen um Bozen anzuschauen, natürlich per Flugzeug und nun hat es geklappt!
Bozen kam deshalb zur Auswahl, da der Flugplatz in der Nähe der Stadt liegt und es somit auch kulturell etwas zu sehen gibt. Zudem machte mich ein Fliegerkollege auf diese Destination aufmerksam und briefte mich mit dem nötigen Infos und Erfahrungen, danke für die Unterstützung!
Den Winter 12/13 werde ich wohl Flugtechnisch nicht vermissen, manches Wochenende war grau und Schneereich. Falls es dann doch schön war, kam der Nebel und markierte seine Präsenz. In Mollis haben wir eigentlich kein Problem, da der Nebel in der Linthebene halt macht, jedoch besteht die Gefahr das er auch mal ins Tal zieht und da möchte ich keine Experimente wagen. Alternate wäre in dem Fall Samedan, das muss aber entsprechend in der Flugplanung berücksichtigt werden, auch Zeittechnisch, so dass man noch vor Beginn der bürgerlichen Abenddämmerung am Alternate ankommen würde.
Wir hatten den richtigen Tag auserkoren, beim Ablfug in Mollis war es Richtung Sektor Nord noch ein wenig dunstig (ja, und das an einem Montag!). Weiter Richtung Walensee hatten wir aber das schönste Wetter unter uns, vor uns und über uns.
Das Routing führte uns nach Landquart weiter nach Davos über den Flüelapass, in eine für mich weniger bekannte Gegend. Die Route habe ich auf meinem frisch erstandenen Garmin Aera 500 eingegeben, das sich sehr gut bewährte. Vom PC lassen sich relativ einfach die eigenen Flugrouten übertragen und so hat man nebst der Papierkarte und dem eingebauten GPS im Flugzeug eine individuelle zusätzliche Unterstützung, dies gibt Sicherheit und mehr Kapazität um rauszuschauen und andere Dinge zu tun.

Das Prättigau noch im morgendlichen Schatten


Nachdem Flüelapass ging es weiter Richtung Reschenpass, im Unterengadin machte sich der Schnee an den sonnenbeschienenen hängen bereits rar. Auf dem Reschnepass verläuft die Wasserscheide zwischen dem schwarzen Meer und dem Mittelmeer und war wohl früher ein bedeutender Alpenübergang, der jedoch durch den Brenner und seiner gut ausgebauten Verkehrsachse abgelöst wurde (Danke Wikipedia). Wir entschieden uns eher für Tendenz Mittelmeer und überflogen den gefrorenen Lago di Resia Richtung Vinschgau. Hier verschwand dann das weiss gänzlich und ein optischer Hauch von Frühling begrüsste uns.
Luftraummässig war der Flug keine Besonderheit, Bolzano Information war auch ausser Empfangsweite und so flogen wir im leichten Sinkflug und mit hohen Tempo Meran entgegen. Die Frequenz von Bozen hatte ich schon lange gerastet und war erstaunt über die Stille. Ich habe mich nochmals versichert ob ich auch wirklich die richtige Frequenz erwischt hatte, bevor ich den Aufruf machte und sah das es passte. Es verging ein kurzer Augenblick bis uns eine freundliche Stimme begrüsste und uns mitteilte, dass wir auf weiter Flur die einzigen im Anflug seien. So flogen wir über den Reportingpoint W bei Terlano direkt in den Queranflug zur Landung auf der Piste 19, die ohne Spektakel von statten ging.
Der Flugplatz machte mit seinem doch ansehnlichen Terminal einen verlassenen Eindruck. Momentan findet kein Linienverkehr statt, man sei jedoch in Erwartung für eine 4-mal tägliche Verbindung nach Rom, hiess es von einem Angestellten. 

Perfekte Fernsicht in die Berge

Mit dem Taxi fuhren wir in die Stadt, die einen Besuch wert ist. Unzählige Gassen und Geschäfte säumen die Fussgängerzone von Bozen. Als erstes gönnten wir uns aber sofort einen Cappuccino, dies gehört sich ja so in Italien. 

hmmm

Das Thermometer stieg bis am Nachmittag auf warme 15 Grad und liess beinahe Frühlingsgefühle aufkommen. Wir hatten Zeit uns das Städtchen anzusehen und die Südtiroler Spezialitäten zu geniessen.

Schöne Altstadt


Markt in Bozen
 
Am Nachmittag ging es dann wieder zurück Richtung Flugplatz um pünktlich um 15.30 Uhr abzuheben. Nach dem Start auf der Piste 19 konnten wir Bozen nochmals von oben betrachten, bevor wir wieder dieselbe Route zurückflogen.

Bozen beim Abflug

Heimwärts ging es dann gerade aus über den Ofenpass, Flüeläpass, wieder Richtung Davos. Bei Davos flogen wir weiter geradeaus über den Strelapass Richtung Chur. 

Dolomiten
Weissfluhjoch

Wir wollten noch via Kistenpass der Linthal 2015 Baustelle einen Besuch abstatten, bevor wir wieder ins Glarnerland abtauchten. 

Kistenpass voraus

Baustelle Muttsee

Die Sicht über dem Flugplatz Mollis sah von weitem nicht gerade berauschend aus, aber je näher wir kamen, umso klarer wurden die Verhältnisse.Ein lang geplanter Flug ging somit zu Ende und die nächste Destination steht für meinen Passagier schon fest, Montpellier!

4 Kommentare:

  1. Tztz,Dunstig an einem Mentig tztz, wars nicht Freitag? ;-) guter Bericht, kurzweilig geschrieben

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  2. Ich nehme an, in Bozen kommt man mit Deutsch durch?

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